Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : IP Bitstrom im T-Com Backbone wird kommen.
DAS UBERSOLDAT
13.09.2006, 20:59
Hallo,
was in dieser PDF http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/7381.pdf wie jura-Deutsch klingt bedeutet konkret:
- man benötigt kein Zwangs-Telefon mehr, wenn man eigentlich nur surfen will !!
- lediglich DSL z.B. von Freenet / 1&1 und telefonieren über Voice over IP wird kommen.
Die Telekom muss in 3 Monaten Mietpreise angeben, damit man sich nur ne DSL Leitung krallen kann. Der Markt kommt somit mächtig in Bewegung, wenn Versatel nicht reagiert. Dann kündige ich meinen zum Sommer 2007 auslaufenden Vertrag.
Versatel hat bisher auf eine Stellungnahme (schon vor Tagen abgesendet) nicht reagiert, bzw. mit fertigen Sätzen und man konnte merken, dass der Bearbeiter Bitstrom mit stromlinienförimig fast verwechseln könnte. :)
Naja, Spaß bei Seite - der DSL Markt kommt mächtig in Bewegung, VTM der Verband der alternativen Anbieter sieht das ja als Bedrohung ihrer bisherigen Investitionen - tja wen wunderts :D.
Was meint ihr dazu zurück hopen auf T-Com Backbone, bzw. sowas wie Alice light nutzen?
Abwarten was nächstes Jahr so passiert würde ich sagen
@ Dasubersoldat : Du hast VT um eine Stellungnahme gebeten? :o Tssss. Da das ja schon in drei Monaten aktuell ist und die Leute, welche die Mails lesen, wissen was dann passiert. Lach. Kringel. :D :rolleyes:
@ All : Auf jedenfall heißt das für mich, nie wieder 24 Monate binden.
DAS UBERSOLDAT
14.09.2006, 11:48
Im Ok.de Forum hatte ich auch schon ne hitzige Debatte mit einem scheinbaren post Kommunisten he he *g* , er pochte auf Investitionsschutz etc., junge junge.. es leben immernoch Leute im Mittelalter mit ihrer Haltung.
Zum Investitionsschutz sage ich nur folgendes..
Wir leben in einer leider sehr harten Marktwirtschaft, die von Investitionen und auch Fehlinvestitionen, Pleiten und StartUps lebt - das ist die Triebfeder einer jeden Wirtschaft. Wer seine Investitionen festschreiben will hebelt defakto bereinigungswirkende Selbstfunktionen der Wirtschaft aus. Auch wenn ich das verstehen kann aus "Vollanbieter-Sicht" soll es einzig dem Kunden obligen, welche Technik welche Zuführung in welcher Produktkombination sich am Markt durchsetzen wird, sowie auch welche nicht.
Wir tun uns mit einem europaweiten Alleinweg auf lange Sicht nur selber weh, weil das Kapital sich seinen Weg sucht und der ist meist, der des geringsten Widerstandes. Ich bin nicht über jede EU Entscheidung froh, bei Gott nicht - aber diese ist wirklich gut.
Zum Investitionsschutz sage ich nur folgendes..
Wir leben in einer leider sehr harten Marktwirtschaft, die von Investitionen und auch Fehlinvestitionen, Pleiten und StartUps lebt - das ist die Triebfeder einer jeden Wirtschaft. Wer seine Investitionen festschreiben will hebelt defakto bereinigungswirkende Selbstfunktionen der Wirtschaft aus. Auch wenn ich das verstehen kann aus "Vollanbieter-Sicht" soll es einzig dem Kunden obligen, welche Technik welche Zuführung in welcher Produktkombination sich am Markt durchsetzen wird, sowie auch welche nicht.
Wir tun uns mit einem europaweiten Alleinweg auf lange Sicht nur selber weh, weil das Kapital sich seinen Weg sucht und der ist meist, der des geringsten Widerstandes. Ich bin nicht über jede EU Entscheidung froh, bei Gott nicht - aber diese ist wirklich gut.
Irgendwie verwechselst Du da ziemlich viel. Der Bitstrom-Zugang ist nur deswegen gefordert, weil die Telekom das bestehende Leitungsnetz übernommen hat und damit mit einer massiv anderen Voraussetzung in den Markt geht, als andere Anbieter. Aber der Bitstromzugang mit den geforderten Preisen ist kein Fortschritt sondern ein massiver Rückschritt und wird, wenn er denn bleiben wird, zu einer Remonopolisierung führen.
Die einzigen, die sich über den Bitstrom-Zugang freuen, sind die Anbieter, die mit minimalsten Investitionen versuchen, maximalen Gewinn abzuschöpfen. Die also weder in der Lage noch Willens sind, eigenen Mehrwert zu produzieren. Wie gut sowas funktioniert und trägt konnte man Anfang des Jahrtausends sehr gut an der Neuen-Markt-Blase sehen.
Denn letztendlich sind diese Anbieter nur Parasiten. Und wenn der Wirt stirbt, geht es auch dem Parasiten schlecht.
DAS UBERSOLDAT
14.09.2006, 19:10
Das das jetzt kommt war mir klar, ich meine du musst schließlich so reden, oder?
Diese Todschlagargumente von Parasiten und zerfallenden Märkten wurden bereits in dieser großen Diskussion [ Hier..] (http://www.onlinekosten.de/forum/showthread.php?t=62757) mit solch guten Argumenten wiederlegt, dass ich sie selber nicht nachkauen möchte.
Da die T-Com das TAL-Monopol nunmal innehat, muss sie auch geeignete Vorleistungsprodukte auf verschiedenen Ebenen für Wettbewerber bereitstellen. Den Ausbau/Aufbau einer konkurrierenden Kommunikations-Infrastruktur durch das TV-Kabelnetz hat die DTAG ja als dessen langjährige Besitzerin gezielt verhindert, so dass sie sich jetzt auch nicht beklagen darf, dass sie eben zu solcher "Enteignung" ihrer Monopol-TK-Infrastruktur gezwungen wird.
Besonders absurd ist diese Diskussion dadurch, dass sämtliche Auslands-Töchter der DTAG seit eh und je genau diese Vorleistungsprodukte, die sie für sich als Incumbent als Enteignung auffasst (Carrier Selection mit reiner Anmietung von Verbindungsnetzen, Bitstream-Access, Schmalband-GHF, Line-Sharing), ausgiebig nutzen bzw. sie sogar auf dem Rechtsweg dort durchgesetzt haben (Schmalband-GHF in Spanien).
Selbstverständlich sind alle diese Vorleistungen im Prinzip Vermarktung von DTAG-Infrastruktur, also Resale im weitesten Sinn.
Die TAL-Netzebene ist mit dem Strassennetz in Wohngebieten vergleichbar.
Wenngleich Wettbewerb der verschiedenen Verkehrsinfrastrukturen wie Bahn, Bus, PKW, LKW, Fluglinien und Binnenschifffahrt auf überörtlicher Ebene sinnvoll ist, wird auf den letzten paar hundert Metern immer das vorhandene lokale Strassennetz verwendet - hier wäre erzwungener Wettbewerb mit alternativen Strassennetzen als Voraussetzung für den Markteintritt sinnlos.
Wie gesagt, du musst wahrscheinlich so reden aber sei es dir doch gegönnt. Strangerweise habe ich bei den Unbefangenen oft großen Zuspruch. :D
Nachtrag (19:34):
Wie hier nachzulesen:
http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/7382.pdf
Scheint Versatel gemäß..
Zitat S. 75: "Das Angebot von Bitstrom-Zugang sei für die Gewährleistung eines wirksamen
Wettbewerbs auf der Endkundenebene essentiell. Die Feststellung der RegTP, dass es für
die Wettbewerber bei einem Bitstromprodukt vor allem auf die freie Gestaltung der Qualitätsparameter
und den direkten Endkundenzugang ankomme, werde von Versatel geteilt."
.. gegenüber Bitstrom positiv gestimmt zu sein.
Verhinderung von Bitstream ist nichts anderes als eine Zwangsabgabe für Kleinstadt-/Landbewohner zugunsten von antiquiertem POTS/ISDN der DT AG - darauf kann man gerne verzichten - zumal gerade dieses Festhalten an POTS/ISDN bekanntlich Breitband für alle nur verzögert - im Gegensatz zum forcierten Umstieg auf NGN, was dieses Ziel rasch näher bringt.
Herr Verteidiger - Ihr Zeuge :cool:
Das das jetzt kommt war mir klar, ich meine du musst schließlich so reden, oder?
Diese Todschlagargumente von Parasiten und zerfallenden Märkten wurden bereits in dieser großen Diskussion [ Hier..] (http://www.onlinekosten.de/forum/showthread.php?t=62757) mit solch guten Argumenten wiederlegt, dass ich sie selber nicht nachkauen möchte.
Da die T-Com das TAL-Monopol nunmal innehat, muss sie auch geeignete Vorleistungsprodukte auf verschiedenen Ebenen für Wettbewerber bereitstellen. Den Ausbau/Aufbau einer konkurrierenden Kommunikations-Infrastruktur durch das TV-Kabelnetz hat die DTAG ja als dessen langjährige Besitzerin gezielt verhindert, so dass sie sich jetzt auch nicht beklagen darf, dass sie eben zu solcher "Enteignung" ihrer Monopol-TK-Infrastruktur gezwungen wird.
Besonders absurd ist diese Diskussion dadurch, dass sämtliche Auslands-Töchter der DTAG seit eh und je genau diese Vorleistungsprodukte, die sie für sich als Incumbent als Enteignung auffasst (Carrier Selection mit reiner Anmietung von Verbindungsnetzen, Bitstream-Access, Schmalband-GHF, Line-Sharing), ausgiebig nutzen bzw. sie sogar auf dem Rechtsweg dort durchgesetzt haben (Schmalband-GHF in Spanien).
Selbstverständlich sind alle diese Vorleistungen im Prinzip Vermarktung von DTAG-Infrastruktur, also Resale im weitesten Sinn.
Die TAL-Netzebene ist mit dem Strassennetz in Wohngebieten vergleichbar.
Wenngleich Wettbewerb der verschiedenen Verkehrsinfrastrukturen wie Bahn, Bus, PKW, LKW, Fluglinien und Binnenschifffahrt auf überörtlicher Ebene sinnvoll ist, wird auf den letzten paar hundert Metern immer das vorhandene lokale Strassennetz verwendet - hier wäre erzwungener Wettbewerb mit alternativen Strassennetzen als Voraussetzung für den Markteintritt sinnlos.
Wie gesagt, du musst wahrscheinlich so reden aber sei es dir doch gegönnt. Strangerweise habe ich bei den Unbefangenen oft großen Zuspruch. :D
Nachtrag (19:34):
Wie hier nachzulesen:
http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/7382.pdf
Scheint Versatel gemäß..
.. gegenüber Bitstrom positiv gestimmt zu sein.
Verhinderung von Bitstream ist nichts anderes als eine Zwangsabgabe für Kleinstadt-/Landbewohner zugunsten von antiquiertem POTS/ISDN der DT AG - darauf kann man gerne verzichten - zumal gerade dieses Festhalten an POTS/ISDN bekanntlich Breitband für alle nur verzögert - im Gegensatz zum forcierten Umstieg auf NGN, was dieses Ziel rasch näher bringt.
Herr Verteidiger - Ihr Zeuge :cool:
Ob das von mir kommen musste, kann sein. Liegt vielleicht daran, daß ich den Markt kenne und meinen Taschenrechner bedienen kann.
Es ist absolut irrelevant, was woanders gilt und ob die Telekom als agierendes Unternehmen in anderen Landesgesellschaften auf die dort herrschenden Gegebenheiten reagiert.
Die Politik der Telekom bezüglich des Breitbandkabelnetzes war auch aus Unternehmenssicht, wie Du selber unfreiwillig bestätigst, richtig. Es ist politisch so gewollt, daß sie ein gewinnorientiertes Unternehmen ist und keine Wohlfahrtsanstalt.
Aber der Vergleich des Anschlußnetzes mit dem Straßennetz ist nicht ganz passend. Bei Straßen ist der topographische Ressourcenverbrauch ungleich höher als bei Kabeln. Es ist schwer, an der gleichen Stelle zwei Strassen unterschiedlicher Betreiber zu bauen. Aber es ist sehr einfach, eine Rohranlage zu bauen, welche sich vier oder mehr Carrier teilen. Das Quasi-Monopol der Telekom im Leitungsnetz ist zwar historisch gegeben aber politisch eigentlich nicht mehr gewollt. Wenn die Rahmenbedingungen aber vorgeben, daß es billiger ist, Ressourcen der Telekom anzumieten als selber Infrastruktur zu schaffen, dann impliziert dieses zwei Aussagen:
1. Die Rahmenbedingungen zur Entmonopolisierung stimmen nicht und sind daher wertlos
2. Die Kalkulationsgrundlagen oder politisch festgelegten Finanzierungsbedingungen sind falsch
Denn wenn man davon ausgeht, daß es Kosten für die Verlegung von Kabeln und Herstellung von Hausanschlüßen und den Betrieb dieses Netzes gibt, dann hat diese Kosten ja wohl jeder zu tragen. Die Telekom kann zwar, gegenüber Neueinsteigern, den Profit-of-Scale spielen lassen und daher etwas günstiger sein, aber dieses wird ja durch die Endpreisregulierung behoben.
Dadurch, daß aber die Telekom dazu gezwungen wird, Vorleistungsprodukte zu nicht angepassten Preisen an Mitbewerber zu verkaufen, werden die bestraft, die eigene Infrastruktur schaffen, da sie ja höhere Herstellungs- und Betriebskosten haben. Die Unternehmen, die aber komplett darauf verzichten und somit das Monopol der Telekom stützen, können billiger anbieten.
Bei dieser Betrachtung sollte man auch nicht vergessen, daß es auch eine Quersubventionierung gibt. Es ist bei den Erstellungs- und Betriebskosten eines mehrfach genutzten Anschlußnetzes nahezu unmöglich eine faire Verteilung der Kosten für jede einzelne Nutzung festzustellen. Sollte die Telekom in Bereichen keinen Telefondienst mehr anbieten, so würden die Abschreibungen und Betriebskosten für diesen Bereich voll auf die Datenvorleistungen anfallen und damit die Kalkulationsgrundlage sich vollständig verschieben. Ist das Geld aber nicht mehr da (z.B. durch Aufteilung in Regionalgesellschaften), wird an Personal und damit an der Qualität des Netzes gespart. Ausfälle und Störungen werden dann zunehmen und Störzeiten wesentlich ansteigen.
Man sollte also bei der Betrachtung von Bitstrom-Produkten bedenken, daß der günstige Preis indirekt durch die Telefonkunden subventioniert wird. Eine verstärkte Nutzung von IP-Telefonie läßt diese Subventionierung abschmelzen und verteuert damit letzlich die Produkte.
In vielen anderen Ländern und Bereichen wird sowas durch Zugangsvoraussetzungen geregelt. Der Monopolist muß Vorprodukte an Mitbewerber im gleichen Rahmen günstig abgeben, wie diese eigene Infrastruktur schaffen. Ohne eigene Infrastruktur muß der Mitbewerber mehr zahlen.
Nur dieses Regulativ führt wirklich zu einer Marktverbesserung und Entmonopolisierung.
DAS UBERSOLDAT
14.09.2006, 21:05
Ich bin jetzt nicht so in der Materie drin wie du aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich mehr Wahl habe. Was in 10-20 Jahren sein kann ist mir derzeit wirklich egal, ich meine ich komme immer ins Netz und chronologisch gesehen immer billiger, dieser Trend wird sich keinesfalls umkehren NIEMALS. Das Gegenteil zu behaupten ist reinste Spekulation, vermutlich wie meine Annahme, dass es nie mehr sonderlich teuerer wird.
Denn so billig wie jetzt war es noch nie, es gibt auch keine Nennenswerten Anzeichen, dass sich das auch mal wieder umstellt.
Man sollte also bei der Betrachtung von Bitstrom-Produkten bedenken, daß der günstige Preis indirekt durch die Telefonkunden subventioniert wird. Eine verstärkte Nutzung von IP-Telefonie läßt diese Subventionierung abschmelzen und verteuert damit letzlich die Produkte.
Ehrlich gesagt kann man aber auch sagen, dass früher oder später die jetzige Technik zwar gut war, aber die Betriebskosten gegen VoIP einfach viel zu hoch waren, als ich beim SIEMENS Business Service mal bei Cisco in USA vorstellig werden durfte erzählte man mir, dass es so gut wie keine ISDN Technik gibt und nur weil man jetzt daran festhalten will sollte mal VoIP nicht blockieren.
Fazit:
Ich finde Bitstrom gut, da es auch weitere Produktdifferenzierungsmöglichkeiten eröffnet, bzw. finde ich es als eine gute Chance. Wir tun gut daran, nicht alles direkt kaputt zu reden.
Warten wir es einfach ab, für mich ist o2 Genion mit integriertem Festnetz + DSL + über Bitstrom ne super Sache.
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